
Der Buchtitel dieser Enzyklika ist nicht zufällig gewählt, genauso übrigens ist vielen nicht bewusst, dass die jeweiligen päpstlichen Enzykliken immer nach ihren ersten Worten, mit denen sie beginnen, betitelt werden. Nun ist im Benno-Verlag ganz aktuell der Abdruck der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV erschienen, der ganz bewusst exakt zum 135. Jahrestag von Rerum novarum unterzeichnet wurde, um an die Tradition der katholischen Soziallehre anzuknüpfen und diese auf die digitale Revolution zu übertragen. In der vorliegenden deutschen Übersetzung findet man sämtliche Ausführungen zur „Bewahrung der Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz“.

Und so kann man auf über 180 Seiten alles zu einem zeitgenössischen Denken im Sinne des Evangeliums, eine ausführliche Darstellung der Grundlagen und Prinzipien der Soziallehre der Kirche, die ausgiebige Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Technik, allen voran der künstlichen Intelligenz, und dem Menschen sowie Grundsätzliches zu allem, was den Menschen so einzigartig macht und wie man ihn spezifisch bewahrt und festigt, lesen. Das fünfte Kapitel widmet sich schließlich unter anderem dem all umfassenden Them der Liebe.

Besonders hervorzuheben ist außerdem, dass diese Enzyklika mit einer sehr lesenswerten Einleitung beginnt, welche sich auf die Bibel und die res novae bezieht und deren ersten Worte eben im Lateinischen „Magnifica humanitas (a deo creata…)“ lauten, welche im Deutschen mit „Die von Gott geschaffene großartige Menschheit“ übersetzt wurden. Interessant ist außerdem anzumerken, dass diese Enzyklika vollkommen untypisch erst direkt in modernen Sprachen wie Deutsch, Italienisch und Polnisch erschienen ist, bevor es eine offizielle lateinische Version gab, für welche viele Neologismen für alle Begriffe rund um die Künstliche Intelligenz erfunden werden mussten.




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