
Schon das Betrachten des für diese Gegend so typischen Türenfotos versetzt einen automatisch an die Ostseegegend von Fischland-Darß-Zingst, wo eine Vielzahl von so farbenprächtigen und kunstvollen Haustüren den Besuchern bereits beim Eintreten ein Lächeln in das Gesicht zaubert. Und dieses Lächeln wird man während der gesamten Lektüre des ganz aktuell im Gmeiner-Verlag erschienenen Krimis „Tod in Ahrenshoop“ auf den Lippen lassen können, wenn man mit großem Vergnügen von der Ermittlungsarbeit von Walter und seinem Partner Willy liest.

Diese sind nicht etwa zwei zufällig zusammengewürfelte Kriminalkommissare, sondern ein echtes Paar und das bereits seit über einem halben Jahrhundert. Gibt es in einer so langjährigen Beziehung nicht mehr jeden Tag etwas Neues, gestaltet sich doch der Geburtstags-Kurzurlaub anlässlich des 80. Geburtstags in einer luxuriösen Unterkunft ganz anders als erwartet. Statt in wohlig warmem Wasser die Glieder entspannen zu können, findet sich ein grausiger Fund in Form des Bauunternehmers Helmuth Winterfeldt im kalten Wasser. Dass die Todesursache nicht wie die Polizei zu Beginn angenommen hatte, ein Herzinfarkt war, soll sich dank der engagierten eigenmächtigen Ermittlungsarbeit dieses so sympathischen und teils ausgesprochen hartnäckigen Rentnerpaars nach und nach herauskristallisieren.

Genauso so spannend und unterhaltsam wie Walter und Willy „arbeiten“, ist dem Autorenduo zu Düttingdorf und Risso, das mal gemeinsam in Berlin, mal am argentinischen Atlantik lebt, ein wirklich lesenswerter und unterhaltsamer Ostseekrimi geglückt. Diesem Krimi wohnt ein ganz besonderer Zauber inne, schließt man doch ebenso schnell das Ermittlerduo wie auch die traumhafte Urlaubsregion an der Ostsee in sein Herz. Übrigens ist dies der erste Krimi, in dem eine darin enthaltene Figur denselben Vornamen wie ich trägt…




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