Alibi al dente von Anja Rauter aus dem Gmeiner-Verlag

Dass die Nudeln besser schmecken und zudem auch noch einen niedrigeren glykämischen Index aufweisen, wenn man sie al dente kocht, ist hinreichend bekannt, die Wortschöpfung des „Alibi al dente“ dagegen ist wohl eher neuartig. In dem ganz aktuell im Gmeiner-Verlag erschienenen Krimi kann man sich von einer leichtfüßigen und unterhaltsamen Geschichte sofort in das „Dolce-Vita“-Lebensgefühl Italiens tragen lassen. Dabei hat die Autorin Anja Rauter, welche bereits zahlreiche Krimis über beeindruckende Frauen geschrieben hat, als Schauplatz das so bedeutende und interessante, und gleichzeitig noch sehr authentische Triest in der Nähe der slowenischen Grenze als Schauplatz auserkoren. Dass die Autorin nicht nur eine Expertin im Verfassen von Krimis, sondern auch in der Kaffee(haus)kultur ist, beweist die eigens erklärte Kaffeesprache von Triest am Ende des Buches, welche sich merklich vom Sprachgebrauch im restlichen Italien unterscheidet.

Der Eventplanerin Rosa Stern, welche sehr erfolgreich seit drei Jahren in Triest die unterschiedlichsten Großveranstaltungen organisiert, schuldet der Auftraggeber Bruno Benotti einer höchst luxuriösen Geburtstagsfeier für dessen verwöhnte Tochter Chiara noch extrem viel Geld. Als sie diesen ermordet auf seiner Jacht findet und die Polizei nicht daran denkt, die Ermittlungsarbeit aufzunehmen, macht sich Rosa höchst tatkräftig und mit der Unterstützung ihrer Assistentin Alessia, des Caffè-Bar Besitzers Francesco, dessen Freund und Enzo, einem sogenannten Hafengeist, an die Arbeit. Jedes der 45 Kapitel wird durch ein ansprechendes Zitat, oft auch in italienischer Sprache und dessen deutscher Übersetzung eingeleitet. So wird man z.B. im zehnten Kapitel bereits passend durch Verdis Ausspruch „La vita è bella, e viverla significa lottare.“ auf die Herausforderungen des alltäglichen Lebens eingestimmt.

In diesem Krimi wird man gleichermaßen immer wieder direkt in die so atmosphärische Hafenstadt mit ihren typischen Institutionen und Bauwerken als auch in eine spannende und sehr unterhaltsame sowie facettenreiche Geschichte versetzt. Alle Italienliebhaberinnen und -Liebhaber werden an diesem Triest-Krimi ebenso ihre große Freude haben wie diejenigen, welche gerne auch immer noch einige amouröse Abenteuer in den Geschichten enthalten sehen mögen.

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