
Das ganz aktuell im More-Verlag erschienene Werk „Not safe for work“ von Nisha J. Tuli ist bereits optisch eine große Augenweide, verfügt es doch über die ästhetische Besonderheit eines Motivfarbschnitts. So schmückt es jedes Buchregal schon von der äußeren Erscheinungsform. Und auch inhaltlich überzeugt die erste RomCom von Spiegel-Bestsellerautorin Nisha J. Tuli in allen Bereichen. Die Handlung ist sehr realitätsnah, werden doch viele schon im Berufsalltag ungerechte Behandlungen in welcher Form auch immer erdulden haben müssen. In dem vorliegenden Roman muss nun die Protagonistin Trishara, welche als Ingenieurin in einem großen Unternehmen arbeitet, ausgerechnet mit ihrem Berufskollegen und Erzfeind Rafe ein dreiwöchiges Führungskräfteseminar besuchen.

In einem luxuriösen Resort auf Hawai sind sie dann sogar gezwungen, sich die Honeymoon-Suite zu teilen. Im Verlauf der Tage bemerkt Trisha jedoch immer mehr, dass sie sich in der Einschätzung ihres Erzfeindes wohl auch stark getäuscht haben könnte. Der sympathischen kanadischen Autorin, welche übrigens auch eifrig Schals für die kalten Winter strickt, ist auch mit diesem Buch ein lesenswertes FeelGood-Buch geglückt. So gelingt es sehr leicht, sich gleich zu Beginn des knapp 400 Seiten umfassenden Werks mit der Protagonistin zu identifizieren, so dass man mit ihr gleichermaßen mitleidet wie mitlacht.

Die Lektüre gestaltet sich vielschichtig, da sowohl sehr ernste Themen als auch Heiteres angesprochen werden. So werden im Buch z.B. auch viele berufliche Herausforderungen und Schwierigkeiten dargestellt, mit welchen Frauen im Gegensatz zu ihren männlichen Arbeitskollegen auch heute noch konfrontiert sind. Dabei spielen auch immer wieder Sexismus und rassistische Mikroaggressionen eine Rolle. Am Ende des Buchs wird man wohl zustimmen, dass es sowohl in der Liebe als auch im Beruf gelingen sollte, sein Glück zu finden. Der romantische Liebesroman lebt von einem Wechsel spritziger Dialoge und detaillierten Beschreibungen, so dass unverzüglich vor dem geistigen Auge der Leserschaft ein ganzer Spielfilm abläuft. Analog zu der zu Beginn des Werks gestellten Frage „Wo würdest du mich auf einer Skala von eins bis zehn einstufen?“, kann man dieser Neuerscheinung guten Gewissens mindestens neun Punkte zugestehen.




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