Frag nach Susan von Souvankham Thammavongsa aus dem Aufbau-Verlag

Bereits das Titelbild des ganz aktuell im Aufbau-Verlag erschienenen Romans „Frag nach Susan“ von Souvankham Thammavongsa erregt die Aufmerksamkeit der Leserschaft, wird man doch sofort von verschieden farbig lackierten Fingernägeln in den Bann gezogen, wobei schon zwei bunte Nägel durch ihr Aus-der-Reihe-Tanzen andeuten, dass wohl auch in dem porträtierten Nagelstudio nicht alles so gesittet und perfektioniert abläuft, wie es zunächst erscheint.

 Dabei werden vermutlich viele bereits aufgrund des Einfalls der laotisch-kanadischen Autorin schmunzeln, welche kurzerhand alle Frauen, die in dem Nagelstudio beschäftigt sind, ein Namensschild mit dem stets selben Namen in Form von „Susan“ versieht, vereinfacht dies doch auf alle Fälle die richtige Ansprache der Nagelkünstlerinnen für die Kundschaft.

Ansonsten wird im Laufe des preisgekrönten Romans schnell klar, dass im Leben zahlreicher Frauen, die sich die Nägel machen lassen, wenig einfach läuft und sich rasch ungeahnte Abgründe auftun. Auf über 200 Seiten darf man sich in diesem auch ästhetisch sehr ansprechendem Hardcoverbuch auf beste Unterhaltung inklusive eines äußerst angenehmen Schriftbildes freuen.

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