Love, theoretically von Ali Hazelwood aus dem atb-Verlag

Schon das Titelbild sowie der ansprechende und sehr dekorative Buchschnitt des ganz aktuell im ATB-Verlag erschienenen Romans versprechen eine wohlige Atmosphäre. Und wenn man die ersten Seiten dieses Romance-Buchs aufschlägt, wird man sich leicht mit der Protagonistin – wenn auch nicht unbedingt aufgrund ihres Berufes – identifizieren können, die sich als theoretische Physikerin wegen ihres chronisch unterbezahlten Jobs einen lukrativen Nebenverdienst in Form einer Fake-Date-Begleitung gesucht hat. Als sich ihre beiden beruflichen, so unterschiedlichen Welten plötzlich miteinander verbinden und es auch an der Entscheidung des Experimentalphysikers Jack liegt, welcher bis zu dem Zeitpunkt Elsie als Partnerin seines Bruders kennengelernt hat, beginnt ein unterhaltsamer Versuch, den ersehnten Job zu bekommen, ohne ihr Gesicht bezüglich des Nebenerwerbs zu verlieren.

Der erfahrenen Romance-Autorin Ali Hazelwood, die bereits zahlreiche Romane im ATB-Verlag veröffentlicht hat, ist auch mit diesem über 500 Seiten umfassenden Buch ein lesenswertes Werk geglückt. Dabei ist es bemerkenswert, dass die Autorin trotz ihres relativ jungen Alters bereits ein sehr bewegtes und ausgesprochen intellektuelles Leben geführt hat. So hat die gebürtige Italienerin bereits in Deutschland und Japan gelebt, bevor sie in den USA in Neurobiologie promoviert hat und dort auch Professorin geworden ist. Es ist wirklich außergewöhnlich, welch ungeheuer große Bandbreite die so vielseitig aufgestellte Autorin aufzeigt und wie spielend leicht es ihr gelingt, selbst die trockensten Wissenschaftsinhalte spannend und amüsant darzustellen.

Das Buch liest sich ausgesprochen flüssig und unterhaltsam.. Und man wird wohl selten die Promotionszeit so treffend und unterhaltsam beschrieben lesen, wie es z.B. auf der Seite 40 der Fall ist: „Cece und ich haben im Zuge des finanziell und emotional finsteren Mittelalter unseres Lebens gemeinsam mit dem Fake-Dating angefangen – nämlich während der Promotion.“ Und dieser Roman ist einer der ganz wenigen, in welchem sogar die Protagonistin wie unsere mittlerweile elfjährigen Zwillinge vom Typ1-Diabetes betroffen sind, so dass sich auch in den damit zusammenhängenden, oft humorvoll beschriebenen Situationen viele, sei es als Betroffene oder aber auch Angehörige wiederfinden werden.

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