„Ziehen, wenn der Funke springt“ – Ein Jahrhundert zwischen Krieg, Familiengeheimnissen und mutigen Entscheidungen von Diana Binder aus dem Battenberg-Verlag

Bereits beim Lesen des Titels „Ziehen, wenn der Funke springt“ (in dem Lieblingsroman des Zeitzeugen, aus dem dieses Zitat genommen ist, stellt dieser Satz weit mehr als eine Anleitung zum Feuermachen dar…), lässt es einen erschaudern, wenn man dabei auch an die Zündschnur von Bomben denkt, ist die Kriegsthematik doch in unglaublich vielen Teilen auf der ganzen Welt höchst präsent und scheint die Menschheit aus den Fehlern und unmenschlichen Grausamkeiten der vergangenen Jahrhunderte kaum etwas gelernt zu haben.

Nun ist im Battenberg-Verlag ganz aktuell der äußerst beeindruckende und berührende Erfahrungs- und Zeitzeugenbericht von Rudolf Ziesler erschienen. Der promovierte Bankdirektor gehört mit seinen stolzen 97 Lebensjahren zu einem der letzten Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges. Dank dieses umfassenden Buches wird die Geschichte vieler Jahrzehnte, welche man ansonsten nur sehr abstrakt durch de Geschichtsbücher vermittelt bekommt, ausgesprochen anschaulich vermittelt und man erkennt ebenso viele historische Zusammenhänge, die man ansonsten gar nicht gesehen hätte.

Zudem ist es sehr berührend, dass auch die nachkommenden Generationen des Zeitzeugen in Form der Tochter und sogar der Enkeltochter bzw. des Enkelsohns zu Wort kommen. Die Autorin Diana Binder, welche ebenso wie Rudolf Ziesler aus dem Bayerischen Wald stammt, hat die Erinnerungen dieses außergewöhnlichen Zeitzeugens spannend und umfassend auf das Papier gebracht. Zahlreiche Fotos aus dem so bewegten Leben des 97-Jährigen lassen alle erlebten und niedergeschriebenen Geschichten äußerst lebendig erscheinen. Und die gesamte Leserschaft kann sich immer wieder das Motto ins Gedächtnis rufen, welches das Ehepaar Ziesler erfolgreich durch ein langes Leben getragen hat und das bereits im Vorwort der Tochter auf der Seite 9 erwähnt wird: „…einfach anzupacken und das Leben zu nehmen, wie es ist, und die Gelegenheiten zu nutzen, die sich einem anbieten, ohne zu zögern und zu jammern…“

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