Das geheimnisvolle Zeichen von Stefanie Gregg aus dem Herder-Verlag

„Das ist genau mein Buch“, schoss es mir durch den Kopf, als ich auf de Schnelle den Klappentext dieses ganz aktuell im Herder-Verlag erschienenen Romans durchlas. Viele meiner Freundinnen befinden sich aktuell im Alter der Protagonistin Lia, die mit knapp 50 Jahren erkennt, dass sie ihr gewohntes, bisheriges Leben nicht mehr fortführen kann und einen komplett anderen Weg einschlagen möchte. Der studierten Germanistin und Kunsthistorikerin Stefanie Gregg, welche bemerkenswerterweise über das Lachen promoviert hat, ist mit „Das geheimnisvolle Zeichen“ ein bemerkenswerter Roman gelungen, welcher nicht nur wohl fast alle Frauen in den mittleren Lebensjahren und darüber hinaus ansprechen wird, sondern der zugleich zu Beginn eines jeden neuen Kapitels kleine, sehr anregende, philosophische Denkanstöße bietet.

Für die Auseinandersetzung mit philosophischen Inhalten ist die Autorin geradezu prädestiniert, hat sie doch zudem auch noch die Studienfächer der Theaterwissenschaft und Philosophie belegt. Noch bevor man sich mit Lia auf den Flug nach Tunesien begibt, wird man mit einer inspirierenden Geschichte aus dem Zen-Buddhismus „begrüßt“. Die Romanhandlung liest sich sehr flüssig und bietet der Leserschaft zahlreiche Identifikationsmomente. Das Werk reiht sich hervorragend in die Buchreihe des Herder-Verlags „Geschichten für die entspannte Me-Time“ ein.

Die Lektüre dieses Romans wirkt wie eine sehr heilsame Therapie für alle verletzten Seelen und sorgt gleichermaßen auch für alle ganz „intakten“ Gemüter für ein großes Lesevergnügen. Zudem lassen einen die immer wieder eingestreuten französischen Sätze sofort in das Urlaubsland und das ganz besondere Ambiente von Tunesien eintauchen.

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