Das Gold der Karibik von Julian Sancton aus dem Malik-Verlag

Das Gold erfreut sich seit Jahren in Zeiten großer politischer, sozialer und ökonomischer sowie gesellschaftlicher Krisen großer Beliebtheit. Bei dem ganz aktuell im Malik-Verlag erschienenem Titel „Das Gold der Karibik“ von Julian Sancton handelt es sich um ein beachtliches Epos, welches das tragische Schicksal einer der letzten großen Galeonen zum Thema hat. So ist zu Beginn des 18. Jahrhunderts bei Cartagena das berühmt berüchtigte Schiff San José gesunken und liegt seitdem auf dem Grund der karibischen See. Erst nach etwas weniger als 300 Jahrhunderten entdeckte der Meeresarchäologe Roger Dooley nach speziellen Hinweisen den genauen Sinkort. Der Autor Julian Sancton, welcher als studierter Historiker als Journalist arbeitete, begleitet die Leserschaft in Welten, welche ansonsten den meisten verschlossen bleiben würden.

Und so ist man z.B. hautnah bei einer extrem lauten Seeschlacht oder aber auch im Inneren eines U-Bootes dabei. Auf über 500 Seiten erlebt man eine faszinierende reale Geschichte, welche sich die Filmindustrie nicht spannender hätte ausdenken können. Dabei hat der Autor das Kunststück geschafft, auf der einen Seite höchst akkurat wissenschaftlich gearbeitet zu haben und auf der anderen Seite äußerst spannend darüber zu schreiben.

Vor der Lektüre dieses Werkes wären wohl den allermeisten zentrale Fragen, welche bei der Suche nach einem Wrack und dessen Bergung auftreten, gar nicht bewusst gewesen. So steht z.B. auch bei der San José die entscheidende Frage im Raum, welcher Nation das Wrack überhaupt gehört und welche historischen Verantwortungen es zu beachten gibt. Und wie so oft, spielt auch in dieser Geschichte der Kampf zwischen wissenschaftlichem Interesse und Profitgier eine nicht unerhebliche Rolle. In der Mitte des Buches illustriert eine Vielzahl von Fotos eindrucksvoll das Leben und Wirken des so passionierten Meeresarchäologen Roger Dooely, zudem werden noch weitere „Schatzsucher“ proträtiert.

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