
Beim Anblick dieser herrlichen Neuerscheinung blutet mir einmal mehr das Herz, dass mich meine so dermaßen komplizierte Fuß-OP auch nicht nur im Allergeringsten einen Miniabschnitt einer von diesen grandiosen vorgeschlagenen Küstenwanderungen absolvieren lässt, aber für alle Fußgesunden ist dieses umfangreiche Werk ein unverzichtbarer Begleiter, mit dem man zuverlässig grandiose kürzere oder längere Wanderabenteuer für die nächsten Jahre bis Jahrzehnte planen kann. Und so werden auf über 250 Seiten in einer optisch auch sehr ansprechenden Hardcoverausgabe ganz besondere Wege in Mittel- und Südeuropa, in Nordeuropa sowie in Südosteuropa vorgestellt, welchen allen spektakuläre Aussichten auf das Meer und die unterschiedlichsten Küstenformationen gemeinsam sind.

Eine Vielzahl an farbenprächtigen und sehr aussagekräftigen Fotos macht diesen Wanderführer zu einem Gesamtkunstwerk. In dem man sowohl ganz authentische und mitreißende, persönliche Erfahrungsberichte von jeweils einer/einem Weitwanderer/-in liest als auch wichtige reisepraktische Informationen wie z.B. die Länge, die optimale Jahreszeit für den jeweiligen Küstenwanderungsabschnitt oder aber auch die nötige Ausrüstung angezeigt bekommt.

Selbstverständlich darf die Angabe nützlicher Internetadressen ebenso wenig wie die Vorstellung weiterer Höhepunkte, welche allesamt an den präsentierten Küstenwanderungsabschnitten zu finden sind, fehlen. Ein großer Pluspunkt dieses Buches ist, dass es viele Alternativen zu den oft völlig überlaufenen, ganz klassischen Fernwanderwegen anbietet. So erschließt sich sowohl eine höchst reizvolle, wenig überlaufene Alternative zu dem allerbekanntesten Jakobswegabschnitt oder man findet für die Insel Korsika eine genussvolle Alternative zu dem GR 20, bei welcher die visuelle wie auch die kulinarische Freude definitiv nicht zu kurz kommen wird. Jeder der vorgestellten Touren wohnt ein ganz besonderer Zauber inne und je nach Gusto kann man wählen, ob man sich z.B. als erstes zum längsten Sandstrand von Europa begibt und in Lettland beim Pape-Nationalpark beginnend bis zu 270 km zurücklegen könnte, ohne dabei nennenswerte Höhenkilometer bewältigen zu müssen oder aber ob man auch erst einmal mit wenigen Kilometern, welche es dank 1350 Stufen aber auch in sich haben, in Kotor beginnen möchte.




Schreibe einen Kommentar