Bon voyage – mit Papas Benz bis nach Marokko von Helge Timmerberg aus dem Malik-Verlag

Auf dem Landweg bis nach Marokko zu reisen ist bereits seit einigen Jahren mein Traum. Als ich vor fünf Jahren mit diesem Vorhabe in die nähere Planung gegangen bin, durchkreuzte leider die Pandemie unsere Pläne. Nach der Lektüre des ganz aktuell im Malik-Verlag erschienen Buchs „Bon voyage – mit Papas Benz bis nach Marokko“von Helge Timmerberg würde ich mich mit unseren Kindern am liebsten sofort auf den Weg nach Marokko machen, allerdings würde ich anders als der Autor der Eisenbahn die höchste Präferenz als Fortbewegungsmittel einräumen.

Dass der Autor Helge Timmerberg ein Bestsellerautor ist, der nicht nur unendlich viele Reisen unternommen, sondern auch seit Jahrzehnten äußerst schwungvoll über die unterschiedlichsten Reiseerfahrungen in namhaften Zeitungen und Magazinen berichtet, aber auch sehr beliebte Bücher wie z.B. „Das Mantra gegen die Angst“ oder auch „Lecko mio“ verfasst hat, merkt man auch in diesem neu erschienen Werk bereits auf den ersten Seiten.

Der Autor erzählt dermaßen mitreißend und in seinem ganz persönlichen Schreibstil von seiner Reise im Mercedes Benz seines Vaters nach Marokko und wieder zurück, dass man am liebsten die über 230 Seiten in einem Schwung lesen würde. Gleich zu Beginn des Buchs sieht man bestens illustriert die gesamte Reiseroute, für welche sich der Autor entschieden hat und die teilweise etwas auf dem Hin- und Rückweg variiert wurde. Es rührt einen sehr, wie akkurat Helge Timmerberg die letzten Worte seines Vaters, welche „Bon voyage“ waren, in die Tat umgesetzt hat und dann über seine so einmalige Reise höchst unterhaltsam und facettenreich erzählt.

Dabei handelt es sich bei diesem Werk um weit mehr als einen Reisebericht über eine Fahrt mit dem Oldtimer nach Marokko, was ja an für sich schon sehr interessant wäre. Der Autor reflektiert während der Reise gleichermaßen sowohl über die (vermeintlich) große Freiheit und Unabhängigkeit, Ausschüttung der Glückshormone und Abenteuerlust als auch über Schattenseiten wie zerstochene Reifen, Betrüger oder aber auch die manchmal ganz unerwartet einsetzende Reisemüdigkeit.

Dieses Buch ist ein absolutes Muss, nicht nur für alle Oldtimer-, Marokko- und Reisefans, sondern grundsätzlich für alle, welche es lieben, einen packenden, authentischen Roman zu lesen, dank dem man immer wieder auch über das gesamte Leben und seine Mitmenschen philosophieren kann und dabei stets bestens unterhalten wird.

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