Das grosse Niederbayernkochbuch – guade Rezepte von dahoam von Anna Ulmer aus dem Battenberg-Verlag

Das sogenannte bayerische Kochbuch, das seit vielen Jahrzehnten in immer wieder neuen Auflagen auf dem Buchmarkt zu finden ist und wohl in zahlreichen Haushalten das Kochbuchregal schmücken wird, ist einem Großteil der Hobbyköchinnen und -Köche weit über Bayern hinaus bekannt. Nun ist im Battenberg-Verlag ein Kochbuch erschienen, das in keiner Küche fehlen sollte und sich allein schon vom äußeren Erscheinungsbild sowie von der Rezeptauswahl noch einmal deutlich ansprechender gestaltet. Für die Autorin Anna Ulmer, die auf einem Bayernhof in Niederbayern aufgewachsen ist und weiterhin dort lebt, ist dieses Buch ein absolutes Herzensprojekt und man merkt es an jedem einzelnen Rezept, dass die Zubereitungsweise bestens erprobt ist und beim Kochen definitiv nichts schief gehen kann.

So werden auf über 170 Seiten in einer ansprechenden und hochwertigen Hardcoverausgabe Gerichte aus den unterschiedlichen niederbayerischen Regionen wie dem Rottal, den Donau- und Isarebenen oder auch der Hallertau vorgestellt. Hierbei sind einfallsreiche Rezepte für Suppen sowie eine vielfältige Brotzeit ebenso vorhanden wie Ideen für die verschiedensten Hauptgerichte, worunter sich auch zahlreiche in der vegetarischen Form befinden oder – hervorragend für Zöliakiepatienten geeignet -von Natur aus glutenfrei oder auch in diese Richtung sehr leicht abwandelbar sind. In den wenigsten Kochbüchern findet man außerdem so köstliche Rezepte für Wild wie es in diesem Werk der Fall ist. Dem Fisch wird ebenso ein Kapitel gebacken und man erfährt z.B., wie man einen Saibling im Blausud zubereitet. Jedes einzelne Gericht wird zunächst vorgestellt oder man wird auch mit einer kleinen Anekdote rund um dieses Essen erfreut, bevor man höchst übersichtlich die Vorbereitungs- und Kochzeit vor Augen hat, sowie sofort sieht, für wie viele Personen dieses Gericht gedacht ist.

Die jeweils dafür benötigten Zutaten und die Zubereitungsweise finden sich sehr übersichtlich auf einer Seite, welche stets auch von einem sehr ansprechenden Foto mit dem Essen geschmückt ist. Und alle Süßschnäbel werden sich vielleicht erst einmal dem letzten Kapitel in Form von „Mehlspeisen&Süsses“ widmen und können dabei in Dampfnudeln, Apfelkiachl. Hirtastecken oder auch Rupfhauben schwelgen. Dieses Werk stellt einen großen Schatz und eine äußerst hilfreiche Inspirationsquelle für die tägliche Frage: „Was kochen wir heute?“ dar. Zudem fördert es das regionale und saisonale Kochen und bietet eine äußerst ehrliche, authentische Alltagsküche mit einem überschaubaren zeitlichen Aufwand an.

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