
Ich erinnere mich noch gut, wie ich vor etwa 30 Jahren jedes Jahr ein Buch gekauft habe, das die wichtigsten Entwicklungen eines Jahres im gesamten Deutschland in Zahlen und Statistiken dargestellt hat, was sehr interessant, doch gleichzeitig ausgesprochen trocken war, bot das ganze Werk doch kein einziges Bild, eine farbliche Grafik oder Ähnliches. Ganz anders ist das nun im ganz aktuell im Battenberg-Verlag erschienenen „Das kleine Bayern-Lexikon – der Freistaat in Stichwörtern“ von Werner Wirth gestaltet, das höchst ansprechend und abwechslungsreich einen umfassenden Ein- und Überblick bezüglich der Städte, Gewässer, Berge, Geschichte, Politik, Sehenswürdigkeiten und einiges mehr vermittelt. Dabei wird man wohl die nachgeschlagenen Informationen deutlich nachhaltiger im Gedächtnis behalten als wie, wenn man nur etwas auf die Schnelle nachgooglen würde, was dann zusammenhangslos genauso schnell, wie das Suchergebnis aufgeploppt ist, wieder in Vergessenheit gerät.

Ganz anders verhält es sich bei dieser Neuerscheinung, die alphabetisch geordnet ist, so dass man alles Gewünschte ausgesprochen einfach nachschlagen kann und wirklich erstaunlich breitgefächerte Informationen gebündelt in einem Buch findet. So beginnt das Werk sofort mit dem allerersten Eintrag in Form meiner geliebten Abens, welche wohl auch nicht allen ein Begriff sein wird und berücksichtigt bei dem ersten Buchstaben des Alphabets ebenso die älteste Stadt Deutschlands als auch die Allianzarena, die Allgäuer Alpen oder aber auch das Annafest und unseren Hausfluss in Form der Amper. Man findet immer wieder sehr anschauliche Grafiken, so dass man sich die einzelnen Informationen deutlich besser merken kann. So werden z.B. die fünf tiefsten Seen in Bayern auch grafisch dargestellt und in das Verhältnis mit der Höhe des Regensburger Doms gesetzt oder aber man erhält einen sehr übersichtlichen und farbig gestalteten Überblick über alle Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern.

Dieses Buch regt einen an, das Handy öfters zur Seite zu legen und sich bewusst dem klassischen Nachschlagen in einem handlichen und auch haptisch sehr angenehmen Hardcoverbuch zu widmen, bei dem ein wesentlich nachhaltigerer Merkeffekt garantiert sein wird und man en passant noch vieles dazulernen wird, was man zunächst bei der Informationssuche noch gar nicht so „auf dem Schirm“ hatte. Und auch als Gastgeschenk für jeden einzelnen Schüleraustausch eignet es sich hervorragend.




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