True Crime – Wahre Verbrechen in Niederbayern von Christian Baier aus dem Battenberg-Verlag

Bin ich im Regelfall keine große Freundin von True-Crime-Erzählungen oder Podcasts verhält es sich bei diesem ganz aktuell im Battenberg-Verlag erschienenen Buch „True Crime – Wahre Verbrechen in Niederbayern“ von Christian Baier etwas anders. Auch nach der Lektüre dieses Werkes wird dieses Genre mit Sicherheit nicht zu meinen Lieblingsgattungen zählen, aber es überzeugt durch eine durchgehend sehr spannende und stringente Schreibweise. Zudem hat es als Handlungsschauplätze keine weit entfernten Orte in Amerika oder anderen Länder, sondern alle sind stets in Niederbayern gelegen. Reizvoll ist dabei auch, dass die im Werk vorgestellten Fälle allesamt in den Akten der staatlichen und städtischen Archive detailliert recherchiert wurden und dabei aus dem 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts stammen.

Dank einer Übersichtskarte zum Beginn des Buches kann man sich unverzüglich einen genauen Überblick über die geographische Lage der einzelnen Orte machen und sieht, wo sich z.B. genau Straubing, Rattenberg, Ranzing oder aber auch Triftern befinden. Das Werk überzeugt zudem durch ausgesprochen viele Abbildungen in Form von Zeichnungen, Fotos und Dokumenten aus den jeweiligen Archiven. In zeitlich ganz anderen Kategorien spielt der erste in diesem fesselnden Buch dargestellte Fall, welcher einen Mord in der Jungsteinzeit beschreibt.

Bei jedem Fall wird sehr schnell offenkundig, wie akribisch genau jeweils in den Archiven recherchiert wurde. Dabei brilliert der Landshuter Autor Christian Baier, der auch mit großem Engagement als Stadtführer arbeitet, mit einer großen Expertise und der Leidenschaft, auch kompliziertere Zusammenhänge gut verständlich darzustellen. Wer den Autor einmal persönlich kennenlernen möchte, darf sich außerdem über die Möglichkeit freuen, an einer seiner speziellen Stadtführungen durch Landshut teilzunehmen, während derer man auch die Geschichten seiner beiden beliebten Vorgängerbände kennenlernen kann.

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