
Gefühlt beginnt nach dem Ende der Wiesn relativ nahtlos die Adventszeit, wird man doch zumindest bereits durch meterlange Auslagen an allerlei Lebkuchen in den Supermärkten auf diese ganz besondere Jahreszeit eingestimmt. Völlig kalorienfrei, dafür mit einem großen geistigen Genuss darf man sich auch schon im Oktober auf eine Reihe ganz besonderer Adventskalender freuen. Und so ist nun im Pattloch-Verlag ein Adventskalender nicht nur für alle Frankophilen erschienenen mit dem Titel „Madame Malou und das Café der Träume“. In diesem bekommt man eine zauberhafte Geschichte von der deutschen Autorin Anna Maas, die sich als Pseudonym den so typischen französischen Namen „Sophie Blanche“ ersonnen hat, präsentiert.

Schon die sehr stimmungsvollen Illustrationen erfreuen einen jeden Tag aufs Neue. Zudem erwartet alle jeden Tag vom 1. -24.Dezember die Fortsetzung einer sehr reizvollen Geschichte. Die Länge für den einzelnen Tag ist mit jeweils einer Doppelseite ideal dafür geeignet, entweder bereits vor der Arbeit stimmungsvoll in einen neuen Dezembertag einzusteigen oder aber auch diesen harmonisch und friedvoll bei der Abendlektüre zu beenden. Dabei steigt stets die Spannung, muss man doch analog zum Adventskalendertürchenöffnen jeden Tag erst einmal mit einem Messer oder einem anderen spitzen Gegenstand eine weitere Doppelseite öffnen, um die Fortsetzung der sehr atmosphärischen Geschichte lesen zu können.

Dabei spielt das Setting der Adventsgeschichte in einer der am romantischsten assoziierten Städte der Welt, nämlich in Paris. Dort war fest geplant, dass Nina mit ihrer besseren Hälfte einen traumhaft schönen Weihnachtskurztrip verbringt, den sie jedoch kurzerhand allein antreten muss. Überraschenderweise schenkt ihr der dortige Aufenthalt, gerade auch dank der Gespräche der Kaffeehausbesitzerin Malou, eine schon lange nicht mehr so tief verspürte Ruhe. Und schlussendlich wird Nina mit einer der wertvollsten Erkenntnissen überhaupt beschenkt, nämlich dem tief in sich verankertem Wissen und der Erfahrung, dass ein – auch sehr schmerzhaftes Ende- stets auch einen wundervollen Neuanfang beinhaltet. Dies stellt nicht nur zur Adventszeit eine ausgesprochen tröstende Botschaft dar.




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