
In der heutigen Zeit, in der sich so viele vollkommen ohnmächtig, hilf- und orientierungslos fühlen, sehnen sich immer mehr nach einer Stabilität und gewissen Ordnung im Kleinen wie im Großen. Nun ist im Herder-Verlag ganz aktuell das Werk „Fundamental things – über Vernunft, Moral und Empathie. Was es bedeutet, Mensch zu sein“ von Joachim Bauer erschienen, das in der Lage ist, auf viele bewegende Fragen sinnstiftende und verlässliche Antworten zu liefern. Auf über 200 Seiten bekommt die Leserschaft Ausführungen zu Fragestellungen, z.B. nach der Bewahrung des Humanismus und des unbewerteten Glaubens an den Menschen an sich. Zudem werden auch Toleranz und Empathie einer/s jeden gestärkt.

Der Autor verfügt über eine große berufliche Kompetenz und vereint in sich sowohl die Tätigkeit als Universitätsprofessor als gleichermaßen auch als Arzt, Neurowissenschaftler und Psychotherapeut. Er hat bereits zahlreiche ausgesprochen erfolgreiche Sachbücher veröffentlicht und auch diese Neuerscheinung ist überaus lesenswert. Ihm ist die große Fähigkeit zu eigen, abstrakt Wissenschaftliches oder auch Philosophisches für die Leserschaft einfach sowie verständlich darzustellen. So lässt er z.B. auch die Grundsätze von Immanuel Kant in die heutige Zeit übertragen sehr anschaulich und verständlich wirken. Auch bezüglich des großen Bereichs der Erziehung und Bildung stellt der Autor höchst eindeutig und klar heraus, worauf der Erfolg einer gelungenen Bildung fußt. So liest man dort sogar unter anderem ein Zitat des von mir so geschätzten römischen Philosophen Seneca.

Der Autor widmet sich sowohl sehr individuellen und persönlichen Bereichen als auch globalen Konstruktionen wie „Europa als ethisches Projekt“ oder auch „Krieg und Frieden“. Das letzte Kapitel „Was die Welt zusammenhält“ arbeitet sehr eindrucksvoll, anschaulich und auch aus christlicher Sicht höchst einleuchtend heraus, was wirklich im Leben eines/r jeden Einzelnen von zentraler Bedeutung ist.

Ein ganz besonderes Highlight stellen stets die Kulturveranstaltungen im ausgesprochen traditionsreichen Café Luitpold in der Münchner Briennerstraße dar. Dabei bietet der Herder-Verlag immer wieder auch Autorenlesungen anlässlich einiger Neuerscheinungen an. Und so war es eine große Freude, der Lesung von Joachim Bauer beiwohnen zu dürfen, der in einen lebhaften Dialog mit dem BR-Journalisten und Moderator Andreas Bönte trat. Für den auch dabei gleich zu Beginn als so wichtig erachteten Perspektivwechsel und die damit einhergehende Förderung der empathischen Fähigkeiten sorgte auch das grandiose Konzept des Luitpold-Salons, das im Rahmen seiner kulturellen Veranstaltungen stest alle Teilnehmenden um kleine, runde Tische platziert, an denen man bereits vor der jeweiligen Veranstaltung oder auch nach dem offiziellen Ende zwanglos miteinander ins Gespräch kommt.

Sorgen dabei z.B. die verschiedenen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Herder-Verlag zuverlässig für das Gestilltwerden jeglichen geistigen, kulturellen Hungers, werden auch die physilologischen Bedürfnisse und hedonistischen Genüsse exzellent befreidigt. Neben köstlichen, herzhaften, kleinen und größeren Gerichten verlocken ganz besonders die zahlreichen Nachspeisen und unterschiedlichsten Torten – darunter die berühmte Leopold-Torte sowie die sogenannte Bayerische Prinzessinnentorte, die anlässlich der großen Adelshochzeit von Ludwig Prinz von Bayern und Sophie-Alexandra Evekink im Mai 2023 kreiert wurde.

Und so haben es auch bei dieser Lesung der Luitpold-Salon zusammen mit dem Herder-Verlag bestens geschafft, effektiv destruktiven Plattformen auf Social Media und einem egoistischen Menschenschlag entgegenzuwirken und dafür die Entwicklung von empathischen, sozialen Persönlichkeiten auch an diesem Abend zu fördern. Ein herzliches Dankeschön sei auch an dieser Stelle allen verantwortlichen Organisatorinnen und Organisatoren ausgesprochen. Ich freue mich schon sehr auf die nächste inspirierende Veranstaltung.




Schreibe einen Kommentar