Die Bastarde der Habsburger – Schattenkinder einer Dynastie von G. Hasmann und A. Schuh aus dem Ueberreuter-Verlag

Im Ueberreuter-Verlag ist ganz aktuell neben der ausgesprochen interessanten Doppelbiografie vom Habsburger Maximilian und seiner Frau Charlotte ebenso ein zweites Werk erschienen, das sich aus einem ganz anderen Blickwinkel der jahrhundertelangen Dynastie widmet. In dem neu erschienenen Werk „Die Bastarde der Habsburger – Schattenkinder einer Dynastie“ von G. Hasmann und A. Schuh widmet sich das Autorenduo einer Vielzahl von unehelichen Nachkommen, welche bei weitem nicht alle versteckt wurde, sondern ehrenvollen Stellungen im Militär, in der Verwaltung oder auch im klerikalen Bereich fanden.

Teilweise engagierten sie sich sogar zusammen mit der Habsburger Dynastie auf politischem Terrain. Der selbständigen Schriftstellerin und Journalistin Hasmann sowie der studierten Historikerin Schuh, welche beide in Wien leben und arbeiten, ist ein höchst lesenswertes Werk geglückt, das sich so völlig anderen Bereichen als wie man es normalerweise von unzähligen Büchern kennt, die sich mit den Habsburger Familie auseinandersetzen, widmet. Die beiden Autorinnen haben akribisch genau recherchiert und aus den zahlreichen Quellen, welche alle zusammen mit den bibliographischen Angaben am Ende des Buches zu finden sind, ein höchst vielschichtiges Porträt der unehelichen Kinder im Laufe der Jahrhunderte zusammengetragen, das an vielen Stellen an die Folgen einer DailySoap erinnert.

In dem Buch bekommt man immer wieder beeindruckenden Zahlen präsentiert wie z.B. auch auf der Seite 20, auf der das Kapitel mit folgendem Satz abschließet: „Die männlichen Mitglieder des Hauses Habsburg haben jedenfalls in den 600 Jahren Regentschaft geschätzte 1000 Kinder gezeugt – etwa 300 davon kamen unehelich zur Welt, ca. 40 wurden legitimiert.“

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