Alpe-Adria-Radweg von Villach bis Grado von Georg Lux und Helmuth Weichselbraun aus dem Styria-Verlag

Es ist immer wieder faszinierend, sich bewusst zu werden, wie viele unterschiedliche, absolut abwechslungsreiche und faszinierende Radwege es über ganz Europa verteilt zu entdecken und befahren gibt. Ein ganz besonderes, länderübergreifendes Schmankerl stellt diese Neuerscheinung aus dem Styriaverlag dar: „Alpe-Adria-Radweg von Villach bis Grado“ von Georg Lux und Helmuth Weichselbraun dar. So erhält man auf knapp 200 Seiten einen höchst detaillierten Überblick über den 207 Kilometer langen Fernradweg, welcher von dem österreichischen Villach bis zum italienischen Grado führt und eine Fülle an Naturschönheiten wie karibisch schimmernde Flüsse, Weinberge oder aber auch bizarre Bergformationen bereithält. Das Werk glänzt zudem durch die Vermittlung von höchst interessantem und bereicherndem geschichtlichem Wissen, war diese Region doch bereits von den Römern besiedelt.

Das preisgekrönte Autorenduo Lux und Weichselbraun hat sich schon eine immer größer werdende Fangemeinde aufgebaut und bereits mehrere Bücher im Styria-Verlag wie z.B. „Lost Places in der Steiermark“ oder auch „Lost Places in Kroatien“ veröffentlicht. In diesem Werk beschreiben die beiden nun nicht nur sehr detailliert den Alpe-Adria-Radweg in vier Etappen, sondern streuen immer wieder überaus reizvolle Informationen zu historischen, kulturellen, kulinarischen oder auch höchst überraschenden Fakten ein, welche alle mehr oder weniger am Wegesrand dieses so abwechslungsreichen Fernradwegs zu finden sind.

Sehr ansprechende Fotos versüßen einem den Lesegenuss bereits beim ersten Durchblättern. Zudem wird man vielleicht von einigen vorgestellten Stätten wie z.B. dem Streckenabschnitt zwischen Tarvis und Venzone dermaßen entzückt sein, dass man eine oder mehrere der vorgeschlagenen Etappen noch einmal halbiert, um sich beispielshalber in aller Ruhe regionalen Spezialitäten wie dem sogenannten Frico-Fladen oder auch den so typischen Cjarsons widmen zu können oder aber auch ein faszinierendes Stollensystem im Kugel-Berg zu durchschreiten. Insgesamt wird es wohl kein Werk geben, das eine größere Fülle an geheimen Orten und kuriosen Entdeckungen entlang des Alpe-Adria-Radweges so liebevoll und detailliert vorstellt, wie es in diesem Werk der Fall ist. Vervollständigt wird das Werk durch zehn Geheimtipps des so bekannten Autoren Stefan Maiwald, der seit über 20 Jahren in Grado lebt und arbeitet.

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