
Bereits zum zweiten Mal lässt der leidenschaftliche Verleger und Chefredaktor dreier Schweizer Regionalzeitungen Sacha Jacqueroud die Journalistin Desiree Winter auf Spurensuche gehen in einem undurchsichtigen Geflecht der teilweise kriminellen Machenschaften innerhalb der halbstaatlichen Unternehmen. Bei allen Romanen dieses Autors ist es höchst reizvoll, dass keiner seiner Fälle an den Haaren herbeigezogen ist, sondern sich stets aus seinem beruflichen Alltag ergibt und mit größtem Enthusiasmus und Liebe zum Detail recherchiert ist. Das Buch ist in 58 Kapitel mit einer sehr übersichtlichen Länge unterteilt und schon im ersten Kapitel erfährt die Leserschaft von dem Fund einer Leiche im Kofferraum eines Taxtifahrers.

Dieses Werk verbindet eine spannende Handlung mit lebhaften Dialogen und detailliert beschriebenen Szenerien mit der Beschäftigung der problematischen Entwicklung, die bei weitem nicht nur in der Schweiz vollzogen wird, der (teilweisen) Privatisierung von ehemaligen staatlichen Unternehmen., mit der sich wohl ein Großteil der Leserschaft bis zum Erscheinen dieses Krimis wohl eher selten befasst hat. Und so kann man bereits jetzt gespannt sein, worauf der Autor innerhalb der nächsten Zeit bei seiner Arbeit stoßen wird und was dann hoffentlich auch wieder als eine optimale Vorlage für den dritten Fall, in dem Desiree Winter ermitteln kann, dienen wird.

Trägt der ersten Band dieser spannenden Kriminalreihe mit „Töten erlaubt“ ja ebenso wie der jetzige zweite Band das Partizip Perfekt Passiv von „erlauben“ quasi als Paradoxon zu einem illegalen Verb des Handels im Titel, könnten wir uns ja vielleicht beim nächsten Titel auf eine Überschrift à la „Stehlen erlaubt“, „Kidnappen erlaubt“ oder auch „Betrügen erlaubt“ freuen…




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