Gugelhupf mit Schuss von Ingrid Werner (Hrsg.) aus dem Gmeiner-Verlag

Was kann es Schöneres geben als spannende Krimigeschichten, bei denen man auch noch zugleich absolut köstliche Rezepte präsentiert bekommt? Und so ist es eine große Freude, dass nun ganz aktuell im Gmeiner-Verlag dieses ganz besondere Krimikonzept in Form von „Gugelhupf mit Schuss“ von Inge Werner als Herausgeberin erschienen ist. Der Wortwitz und die Doppeldeutigkeit, welche bereits so treffend in der Titelüberschrift eingebaut sind, ziehen sich durch das gesamte Werk und es bereitet ein großes Vergnügen, dieses Buch zur Hand zu nehmen und in den Geschichten zu versinken. Der einzige Grund, es doch schweren Herzens einmal zur Seite zu legen, liegt an den so vielfältigen und gelingsicheren Rezepten, welche stets zuverlässig als traumhaftes Sahnehäubchen am Ende einer jeden Kriminalgeschichte zu finden sind und welche ich alle am liebsten sofort nachgebacken hätte. So hat man die Qual der Wahl zwischen Mamas allerbestem Rüblikuchen, einem wunderbaren Marzipan-Frischkäsekuchen (einer meiner absoluten Favoriten, zumal man diesen perfekt in eine glutenfreie Variante umwandeln kann)  oder auch einem Marillenkuchen mit Baisergitter, deren Rezepte alle gleichermaßen durch eine Raffinesse und absolute Gelingsicherheit brillieren.

Und genauso zuverlässig gelungen wird man durch jede einzelne der so unterschiedlichen Krimigeschichten, welche zudem den Reiz bieten, dass sie von der ehemaligen Juristin Ingrid Werner mit viel Herzblut und Leidenschaft zusammengetragen wurden, unterhalten. Selbstverständlich findet sich in der vorliegenden Anthologie auch ihre wundervolle Krimigeschichte, welche dem gesamten Werk ebenso den Titel verliehen hat. Dieses Buch eignet sich gleichermaßen zum Verschenken für alle Krimiliebhaberinnen und -Liebhaber als auch dafür, um sich selbst ein großes Lesevergnügen zu bescheren. Das Backwerk zieht sich nicht nur durch die vorgestellten Rezepte durch das gesamte Werk, sondern spielt natürlich auch in jeder der einzelnen Krimigeschichte eine tragende Rolle, sei es als Mordwaffe, Lockmittel oder aber auch zur Verbrechensvertuschung.

Dabei sind die Geschichten auch ideal als Gute-Nacht-Lektüre geeignet, findet man doch auf 247 Seiten neun völlig in sich abgeschlossene Krimigeschichten. Und wie könnte man danach besser in das Reich der Träume gleiten, als beseelt von dem spannenden Plot und dem sich anschließenden Rezept, dessen Kuchenduft man förmlich schon in die Nase steigen spürt, in den Schlaf zu gleiten? Und so kann ich nur ganz stark hoffen, dass bald die nächste Krimianthologie erscheinen wird, welche für beste geistige und körperliche Nahrung sorgt, sei es in der süßen oder aber auch in der herzhaften Variante…

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