
Nicht nur zur großen Freude aller langjähriger Fans der Steirerkrimireihe ist nun ganz aktuell im Gmeiner Verlag bereits der 15. Band dieser auch aus dem Fernsehen so bekannten Steirerkrimireihe (ARD) erschienen, welcher mit Sicherheit sowohl eingefleischte Liebhaber dieser Reihe als auch alle Neulinge begeistern wird. Dieses Mal ist die LKA-Ermittlerin Sandra Mohr gerade erst aus ihrem Urlaub zurückgekehrt, als sie nicht nur mit einer persönlichen Trauernachricht, sondern auch der Meldung eines grausigen Leichenfundes in Graz konfrontiert wird. Nachdem sie dabei feststellen muss, dass sie die ermordete Joggerin in ihrem Beruf als vierzigjährige Hoteldirektorin Mimi Waldner sogar flüchtig kannte, wird ihr Ermittlungsgeschick kurz darauf weiter auf die Probe gestellt, als eine weitere Leiche ebenfalls mit einer durchgetrennten Kehle gefunden wird.

Nun muss das Ermittlerpaar Sandra Mohr und Sascha Bergmann schnellstmöglich herausfinden, ob und wenn ja in welcher Logik, diese beiden Morde im Zusammenhang stehen. Der gebürtigen Wiener Autorin Claudia Rossbacher, welche mittlerweile nicht nur neben ihrer Schriftstellerinnentätigkeit auch das Ehrenamt „Steiermark- Botschafterin mit Herz“ innehat, sondern zudem zahleiche Buchpreise gewonnen hat, ist es auch in diesem neuen Krimi bestens gelungen, die Leserschaft von der ersten Seite an in die spannende Handlung eintauchen zu lassen. Außerdem glückt es ihr meisterhaft mit sehr geschickten inhaltlichen und syntaktischen Mitteln die Leserschaft jeweils von dem einen zum anderen Szenario gleiten zu lassen, ohne dabei irgendeinen störenden Übergang zu haben. Auf knapp 300 Seiten dürfen die Leserinnen und Leser hautnah die Ermittlungsarbeit des Steirer Ermittlungspaares mitverfolgen und werden dabei immer wieder auf neue Spuren gelenkt und zum Nachdenken motiviert. Dieser Krimi bleibt bis zur letzten Seite spannend, zumal auch noch die Ermittlerin selbst ins Visier eines unbekannten Stalkers gerät. Und auch wenn mit dem vorliegenden Buchtitel diese Krimireihe augenscheinlich am Ende des Alphabets angekommen ist, hoffen mit Sicherheit ganz viele, dass es noch im Laufe der nächsten Jahre zahlreiche weitere Krimis von der Autorin zu lesen gibt. Und bezüglich der jetzigen Steirerreihe, wäre mir sogar noch ein Vorschlag für den Titel eines 16. Bandes gekommen. Kommt doch „u“ nach „i“ und so könnte man „Steirerzwuidawuzn“ schreiben, auch wenn „Zwidawuzn“ die gängigere orthographische Form ist…

Jedenfalls liest sich auch diese Neuerscheinung ausgesprochen leicht und flüssig. Er ist in einer klaren Sprache mit vielen kurzen Sätzen und lebendigen Dialogen geschrieben und lässt bei der Leserschaft unverzüglich die einzelnen Szenen bildhaft vor dem geistigen Auge entstehen, so als hätte man den gesamten Fernsehkrimi vor sich. Die Autorin schickt einen raffiniert immer wieder auf neue Ermittlungsspuren, so dass die Lektüre tatsächlich auf keiner einzigen Seite langweilig wird. Zudem ist die Handlung sehr im aktuellen Zeitgeschehen verwurzelt, wenn z.B. auch die KI von den Ermittlern bezüglich des Tatmotivs herangezogen wird.




Schreibe einen Kommentar