Merry Crisis – ein fast besinnliches Weihnachtsfest von Eli Mell aus dem Gmeiner-Verlag

Für einige kommt erst dann so richtig die hyggelige Weihnachtsstimmung auf, wenn sie mit einer Tasse Tee oder Glühwein auf dem Sofa ,in eine Decke eingekuschelt, klassische oder moderne Weihnachtsfilme ansehen, für andere stellt es noch ein wesentlich größeres Vergnügen dar, immer wieder in ganz neue Weihnachtswelten literarisch abzutauchen. Und für alle diejenigen, welche gar nicht genug von Advents- und Weihnachtsbüchern bekommen können, ist nun ganz aktuell im Gmeiner-Verlag der Roman „Merry Crisis“ von Eli Mell erschienen, dessen Titel bereits erahnen lässt, dass bei weitem nicht alles harmonisch zu dieser staaden Zeit ablaufen wird.

Und so erlebt man in dieser schwungvollen Neuerscheinung die 32-jährige Olivia, von allen Olli genannt, welche Weihnachten mit all seinen Traditionen an sich liebt, sich jedoch jedes Jahr auf’s Neue zwischen den unterschiedlichsten Bedürfnissen all ihrer Lieben zerreißt. Und wie gut kann man sich in die Protagonistin hineinversetzen, wenn sie sich den verschiedensten (unerfüllbaren) Erwartungen der unterschiedlichsten Familienmitglieder aussetzen muss. Jedes Kapitel trägt sympathischerweise den Titel eines bekannten Weihnachtsliedes und so beginnt man die Lektüre gleich mit dem ersten Kapitel, das mit „Oh du Fröhliche!“ überschrieben ist, aber bereits einiges Konfliktpotential birgt. Das letzte Kapitel trägt passenderweise den Titel „Nehmt Abschied, Brüder“ und lässt die Leserschaft sehr auf eine Fortsetzung oder eine weitere temporeiche Romanidee der Autorin, welche mit diesem Werk ihr Debüt feiert, hoffen.

Insgesamt bietet dieser humorvolle Roman, bei dem selbstverständlich auch die Liebe nicht zu kurz kommen darf, ein großes Lesevergnügen und lässt einen mental gestärkt die weitere Adventszeit bestreiten, bevor man sich dann an Heiligabend im Kreise seiner Liebsten immer wieder schmunzelnd die Protagonistin Olli in die Erinnerung rufen kann, die sich wohl im Hause ihrer Eltern in der Gesamtheit mit deutlich komplizierteren Charakteren ihrer Familie auseinandersetzen muss als dies bei den meisten anderen der Fall sein wird.

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