
Allein bereits bei dem Wort „Suppe“ wird es wohl vielen ganz warm um das Herz. Bietet dieses Gericht doch so unglaublich viele Variationsmöglichkeiten, dass man spielend leicht jede einzelne der 52 Wochen im Jahr mit einer anderen Suppe bestreiten könnte, ohne dass man zweimal dasselbe zubereiten müsste. Eine Suppe passt tatsächlich zu jeder Jahreszeit und punktet durch den weiteren Vorteil, dass sie hervorragend auch schon am Tag zuvor in großen Mengen, gerade auch für Gästeeinladungen oder einfach die gesamte große Familie, zubereitet werden kann. Und nicht zuletzt macht die Suppe, wie es auch der Titel des ganz neu im Callwey-Verlag erschienenen Kochbuchs von Emily Ezekiel verrät, absolut glücklich.

Dafür, dass einem die Rezeptideen für das zu löffelnde Glück auch wirklich nie ausgehen, sorgt die Autorin auf über 200 Seiten durch überaus inspirierende Rezeptvorschläge. Diese zeichnen sich ganz besonders durch ihre große Saisonalität aus, punktet doch jede Jahreszeit mit einer mehr oder weniger großen Fülle an frischem Gemüse. Dieses ziert jeweils bereits sehr dekorativ die jeweilige saisonale Suppeneinführungsseite, bevor man sich durch köstliche Suppen mit den unterschiedlichsten Gemüsesorten durchkochen kann. Dabei wird nicht nur die jeweilige Vorbereitungs- und Kochzeit angegeben, sondern ebenso die Portionenangabe und stets zusätzliche Alternativen. So ist es z.B. ein leichtes die jeweiligen Suppen zu veganisieren oder auch diese optimal zum Aufbewahren für den nächsten Tag zu verpacken.

Die Suppen sind hervorragend nachzukochen und benötigen ausschließlich Zutaten, welche in jedem gut sortierten Supermarkt zu bekommen sind. Dennoch weisen sie stets die nötige Raffinesse auf. So wird die so beliebt und bekannte Kürbissuppe, welche ich in der Herbst- und Winterzeit oft alle zwei Wochen koche, durch die Gabe von Erdnussöl sowie gehackten Nüssen ganz neu interpretiert oder auch die Lauch-Kartoffel-suppe wird durch das Hinzufügen von Roggenbrot-Croûtons ganz neu interpretiert.

Das vorliegende Werk bietet sowohl zahlreiche Rezepte für Gemüsesuppen als Vorspeisen oder als kalorienarmes Hauptgericht wie auch gut sättigende Eintöpfe wie z.B. ein ganz hervorragendes Chili, das als besonderen Clou geröstete Süßkartoffeln enthält, an. Nach all den vielseitigen Suppenrezepten erfreut das Kochbuch die Leserschaft noch mit einem besonderen Schmankerl im hintersten Teil, in dem nicht nur die Grundrezepte für Hühnerbrühe und Co. vorgestellt werden, sondern ebenso knusprige Toppings und Basisvorschläge für vier Variationen von saisonalem Ofengemüse. Und für alle, welche zu jeder Suppe noch genauso wie mein Schwiegervater immer etwas „zum Beißen“ wünschen, sind die Rezepte im letzten Teil gedacht, dank derer man im Handumdrehen Joghurtfladenbrote, Focaccia und weitere Brotköstlichkeiten herstellen kann.

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