Lieber echt kaputt als perfekt am Arsch – warum Scheitern oft der beste Anfang ist von Birgit Jankovic-Steiner aus dem Ueberreuter-Verlag

Einen ausgesprochen sympathischen und gleichzeitig kreativen Titel bietet das ganz aktuell im Ueberreuter-Verlag erschienene Buch der Psychologin und Autorin Birgit Jankovic-Steiner. Auf knapp 160 Seiten vermittelt sie eine höchst entlastende Lektüre für alle, die immer mehr unter dem pandemieartigen grassierendem Selbstoptimierungswahn leiden und sich nach einer größeren Wahrhaftigkeit im Leben sehnen. Dabei hat sie eine ganz eigene Methode entwickelt und bietet mit ihren „7 Schritten der Wahrheit“ einen faszinierenden Leitfaden an, der Glauben/Spiritualität und Psychologie eindrucksvoll miteinander verbindet. Sehr hilfreich erscheint mir zudem, dass man im Anschluss eines jeden Kapitels, das sich jeweils mit einem der sieben Schritte umfassend beschäftigt, inspirierende Reflexionsfragen präsentiert bekommt, dank derer das zuvor Gelesene mit Sicherheit deutlich tiefer verankert werden wird.

Dadurch, dass die Autorin sehr authentisch von ihren ganz persönlichen Erfahrungen, Ängsten und verzweifelten Gefühlen – so musste sie unter anderem mit der Diagnose einer akuten Leukämie zurechtkommen – erzählt, wirken all ihre Überlegungen, Ratschläge und Reflexionen ausgesprochen nah- und gut umsetzbar. Das Werk lässt einen nicht nur viele Denkens- und Verhaltensmuster leichter erkennen, sondern schafft es zuverlässig, dass man an seinen inneren und äußeren Einstellungen merklich etwas ändern kann und sich selbst deutlich mehr Wertschätzung gegenüber schenkt. Die Psychologin schafft es zudem die Leserschaft immer wieder auf’s Neue zu motivieren und zu trösten, wenn sie z.B. auf der Seite 128 schreibt: „Wenn es gerade wehtut, dann nicht, weil mit dir etwas nicht stimmt. Nicht, weil du schwach bist oder weil du „zu emotional“ bist. Sondern weil du gerade wächst. Und Wachstum ist nicht bequem…“.

Und wenn man nach dem Ende der Lektüre und dem „Bearbeiten“ aller sieben Schritte ein wenig mehr von dem Gefühl, wie es auch auf der Seite 143 mit den Worten „Du bist nicht wertvoll, weil du etwas tust. Du bist wertvoll, weil du BIST.“ erwirbt, wird man wohl eine deutlich andere Lebenseinstellung entwickeln.

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