
Bereits der Titel lässt erahnen, dass die Protagonistin dieses Kinderbuchs wohl aus einem anderen Land stammen wird. Und auf den ersten Seiten lernt man diese äußerst sympathische Künstlerin kennen, von der man erfährt, dass sie eine sehr begabte Künstlerin ist und wunderschöne Bilder malt, welche auch öfters in Museen ausgestellt wurden. Die Zeichnungen sind auf jeder Doppelseite ausgesprochen farbenprächtig und ansprechend gestaltet und regen zum Gespräch mit den Kindern beim jeweiligen Vorlesen bestens an. Bereits die Kindergartenkinder werden bei dem Betrachten des Buches allein durch den plötzlichen Farbwechsel von den leuchtend bunten Farben in die tristen, dunklen und bedrückenden Farben sofort erkennen, dass etwas Schlimmes in dem Leben von Ayesha, aber auch all ihren Mitmenschen geschehen ist in Form eines Krieges. der mi dem Abwurf von Bomben in ihrer Nachbarstadt begonnen hat.

Gerade in heutigen Zeiten, in denen Kinder teilweise mit Nachrichten oder äußerst verstörenden Bilder aus Kriegsgebieten ungefiltert konfrontiert werden, bietet dieses Buch einen sehr guten geschützten Raum, in welchem sie nicht nur mit dem so furchtbar zerstörerischem Kriegsgeschehen in Berührung kommen, sondern gleichzeitig erfahren, dass es auch in ganz dunklen Zeiten – physisch wie auch metaphorisch – immer wieder auch Hoffnungsschimmer und Lichtblicke gibt. In dem bezaubernden Bilderbuch erscheint diese Zuversicht in Form eines kleinen Jungens mit dem Namen Emil, der die Idee hat, die Kellerwände von Ayeshas Werkstatt, in der viele Zuflucht gefunden haben, bunt zu bemalen.

Und so wirkt dieses Buch auf keine Weise auch nur ansatzweise kitschig, sondern vermittelt den Kindern auf poetische Weise und mit wunderschönen Illustrationen, dass es auch in schwierigen Zeiten immer wieder Lichtblicke und Hoffnungsschimmer gibt. Die Autorin und Illustratorin Cornelia Funke, die bereits seit über 30 Jahren Kinderbücher schreibt und zeichnet, wird wohl fast allen ein fester Begriff sein. Für dieses zauberhafte Bilderbuch ist sie eine erfolgreiche Arbeitsliaison mit der Illustratorin Pauline Pete eingegangen und hat ein beeindruckendes Gesamtwerk geschaffen, das sich sowohl zum Vorlesen als auch zum Selbstlesen optimal eignet. Hervorzuheben ist außerdem der höchst beeindruckende und sympathische Verlag „Kunstanstifter“, dessen Veröffentlichungen immer sowohl inhaltlich als auch ästhetisch absolut überzeugen und außerdem noch von einem großen Nachhaltigkeitsgedanken geprägt sind.



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