Der römische Limes in Bayern von Thomas Fischer und Erika Riedmeier-Fischer

Der Autor Thomas Fischer ist ein wahrer Tausendsassa und veröffentlichte bereits zahlreiche archäologische Führer im Pustet-Verlag. Bis zu der Lektüre dieses sehr inspirierenden Werkes wusste ich dabei noch nicht, dass der ehemalige Professor für Archäologie an der Universität in Köln auch mit einer promovierten Archäologin verheiratet ist. Umso schöner ist es, dass sich in dem vorliegenden Buch, das eine Kombination eines Archäologie- und Wanderführers ist, die geballten ehelichen Kenntnisse vereint haben.

So bekommt man dank der zahlreichen Kartenausschnitte sofort einen umfassenden Überblick über den Verlauf des römischen Limes in Bayern. Außerdem kann man sich an vielen farbenprächtigen Aufnahmen von unterschiedlichsten Funden entlang des gesamten römischen Limes erfreuen. Man merkt von der ersten Seite an, wie bestens recherchiert und fundiert alle beschriebenen Wanderwege entlang des bayerischen Limes gestaltet sind. So ein Glück, dass das altphilogisch bestens bewanderte Ehepaar im Rahmen eines Urlaubs in der Nähe von Eichstätt vor einigen Jahren feststellte, dass es keinen adäquaten Ersatz für einen längst vergriffenen bayerischen Limesführer gibt und sich daher entschied, selbst einen neuen zu schreiben.

Dabei ist das Novum, dass nicht nur die gesamte Geschichte des bayerischen Limes umfassend dargestellt ist und alle Ausgrabungsstätten detailliert beschrieben werden, sondern zudem ausgesprochen genau viele Wanderungen – welche man zumindest zum Teil auch mit dem Fahrrad bewältigen können müsste – von Wilburgstetten bei Dinkelsbühl bis Eining an der Donau vorgestellt werden. Dabei bekommt man stets auch Hinweise auf alle am Weg liegenden Museen und archäologischen Parks, so dass man sich sowohl mit diesem Buch immer wieder einzelne Strecken am bayerischen Limes heraussuchen oder aber sich auch eine oder zwei Wochen am Stück diesem insgesamt knapp 170 Kilometern langen Weltkulturerbe widmen kann.

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