
„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Konnte ich als Jugendliche und junge Frau mit diesem Spruch noch nicht so viel wirklich anfangen, ist mir seit einigen Jahren seine Bedeutung umso tiefgehender bewusst, verschlimmern sich doch leider meine extremen Fuß- und Gelenkschmerzen aufgrund der völlig kaputten Füße und anderen gesundheitlichen Problemen wöchentlich noch mehr. Von allen chronischen Schmerzpatienten weiß man, wie wichtig in diesem Fall auch die mentalen Bewältigungsstrategien analog der Situation sind, so dass man z.B. einen stechenden Schmerz komplett anders beurteilt, wenn dieser einen beim selbst gewähltem Tatoostechen „zugefügt“ wird oder aber auch unvermittelt aufgrund einer Fußfehlstellung, eines Unfalls oder anderen Widrigkeiten des Lebens „hereinschießt“.

Nun ist zu diesem Thema ganz aktuell im Riva-Verlag das über 330 Seiten umfassende Werk mit dem vielversprechenden Titel „Chronische Schmerzen überwinden“ erschienen, das von einer renommierten amerikanischen Psychologin und Schmerzexpertin geschrieben wurde. Und tatsächlich sind die in diesem Buch vorgestellten Schmerzbewältigungsstrategien höchst tröstlich. Wenn man leider schon nicht die Dauerschmerzen wegzaubern kann, so kann man doch mithilfe eines komplett anderen Mindsets eine wesentlich gesündere Umgangsweise mit dem Unausweichlichen erlernen.

In dem vorliegenden Werk gibt die Autorin nach einem ausführlichen theoretischen Teil viele ganz praktische Empfehlungen unterschiedlichster Natur, um trotz chronischer Schmerzen zu einem lebenswerten Leben zu gelangen, das nicht durch den Schmerz, sondern durch Lebensfreude und Dankbarkeit bestimmt ist. In einem „30-Tage-Reset-Programm“ lernt man aufgrund verschiedenster Techniken, wie man dauerhaft mehr Widerstandskraft, Energie und Lebensfreude gewinnen kann.

Dabei wird jede/r Schmerzpatient/in das Passende für sich finden, sei es ein regelmäßiges Ausüben der progressiven Muskelentspannung, ein bewusstes Genießen oder aber auch ganz neue Denkansätze wie das sogenannte „Somatic Tracking“. Es wäre sehr wünschenswert, dass dieses Buch als großer Mutmacher genauso in jeder Hausarztpraxis wie auch in allen verschiedenen Krankenhausabteilungen als Ergänzung zu den schulmedizinischen Angeboten zu finden ist.

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